Ein verregneter Sonntag in Biarritz

Travelblog für 25.09.2016

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Heute möchte ich das Auto stehen lassen und in Biarritz bleiben. Zuerst geht es einmal in das Aquarium oder auch: Musée de la Mer. Es ist bedeckt und stürmisch mit bestimmt acht Windstärken. Ich gehe trotzdem mal vor zum Rocher de la Vierge, ein paar Schlechtwetterfotos schiessen, bevor ich das Aquarium besuche.

Das beginnt mit der lokalen Meeresfauna im Keller, das ist aber schnell vorbei und es geht in den Museumsteil, vor allem zum Walfang, wo sich die Basken lange Zeit sehr hervorgetan haben müssen. Dann gibt es noch Seeschildkröten, Robben und ein Streichelbecken ohne geeignete Opfer, wenn man mal von Seeigeln absieht. Ich wundere mich schon, dass es wohl recht klein sein muss, aber danach kommt noch ein moderner, erst fünf Jahre alter Aquariumsbereich. Der ist wirklich sehr schön präsentiert, unter anderem mit einem großen Haifischbecken, in das man von allen Seiten mal reinsehen kann. Das Aquarium ist bei weitem nicht so groß wie andere in Monaco oder Monterey, aber auch hier verbringe ich über zwei Stunden, in denen ich mir manches gerne zweimal ansehe.

Biarritz: Aquarium
Biarritz: Aquarium

Als ich rauskomme, regnet es leicht, also verbringe ich noch ein paar Minuten mehr im Merchandiseshop, ohne was zu kaufen. Dann geht es aber wieder und ich streife ziellos durch Biarritz und über den Markt, der heute auch noch ist, wobei die Händler mit dem Wind und Regen zu kämpfen haben. Gegen eins möchte ich etwas trinken, aber mitten in meinem schwierigen Entscheidungsprozess geht ein ordentlicher Regen los. Ich stelle mich unter das Vordach der Galeries Lafayette und warte den ab, aber es schüttet erst einmal. Nach gut zwanzig Minuten ist das aber auch vorbei und es nieselt nur noch. Also schnell entschieden und in das Pub fünfzig Meter schräg gegenüber, unter dessen Arkaden es sicher trocken bleibt. Es gibt ein sehr kleines Kilkenny und ich lese ein wenig am Handy. Mittlerweile regnet es auch wieder ordentlich, aber jetzt stört mich das nicht. Nach diesem Regen ziehe ich noch mal weiter und sehe mir die Kirche am Steilufer an, die ich bisher ausgelassen habe. Gegenüber sehe ich auch eine Holzofenpizzeria und bekomme tierisch Lust darauf. Mal sehen, ob ich da heute abend einen Platz bekomme. Ich spaziere noch ein wenig herum, kaufe sogar eine Decke, wie ich sie gestern wollte, in einem Laden, der heute zum Markt auch versucht, vor dem Geschäft zu verkaufen. Dann gehe ich zurück ins Hotel - in einem großen Bogen mit noch ein paar Fotos vom Leuchtturm und der heutigen Brandung. Es ist mittlerweile fast halb vier und ich kann die Zeit nutzen, die Planung der nächsten Tage auszudetaillieren und eine kleine Siesta ist auch noch drin. Bald nachdem ich auf dem Zimmer bin, schüttet es wieder, aber auch das hört auf. Grad ist es mir auch wirklich egal.

Biarritz: Leuchtturm
Biarritz: Leuchtturm

Es wird dann auch die Holzofenpizzeria und ich bekomme eine Pizza mit Sardellen und Kapern, wie ich sie liebe. Sonst eigentlich nichts außer einem Viertel Rotem, einem Kir Brombeere als Aperitif und einem Armagnac als Digestif. Das ist dann aber auch wirklich genügend Aktivität für einen verregneten Faulenzer-Sonntag.


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