Nichts wie heim

Travelblog für 29.09.2016

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Morgens wird das Gepäck endgültig flugfertig gemacht und beim Frühstück gibt es wieder einen Kaffee und etwas Saft. Und die Rechnung natürlich, nur erst einmal fällt mir die Vokabel „la facture“ nicht ein. Aber als die Hausherrin das nächste Mal aus der Küche kommt, weiß ich sie wieder. Sie hätte gerne Bargeld, aber leider habe ich nicht mehr so viel über und sie muss sich mit der Kreditkarte zufrieden geben. Dann mache ich die doppelte Runde durch und um die Altstadt beim Gepäck einladen. Erst das Auto holen, mittenrein vor die Pension fahren, nachdem der Koffer im Auto ist, nehme ich den nächsten Ausweg aus der Altstadt, was bedeutet, dass ich sie noch einmal fast ganz umrunden muss, um über der Ariège nach Norden rauszukommen. Das klappt aber wunderbar und um Viertel nach neun verlasse ich Foix mal wieder. Schon nach einiger Zeit meldet sich meine Blase, aber zu meiner Überraschung gibt es auch an der Landstraße einen Rastplatz. Sehr praktisch. Meine letzte, kleine Sorge ist, eine passende Tankstelle zu erwischen, um bequem den Mietwagen volltanken zu können. Und seltsamerweise meldet sich recht bald meine Blase schon wieder. Das mit dem Tanken funktioniert auch sehr schön, im letzten Dorf, bevor ich am Rande von Touluse auf die Autobahn fahre, halte ich an einer Supermarktankstelle. Die Self-Service Steuerung ist kompliziert und meine Kreditkarte will die Tanksäule nicht annehmen, aber mit der EC-Karte geht es problemlos. Als das geschafft ist, geht es durch den Ort so schnell wie möglich auf die Autobahn. Der Flughafen Blagnac ist gut ausgeschildert und leicht zu erreichen, wenn auch durch die Straßen- bzw. Routenführung man gefühlt ein halbes Dutzend Mal die Autobahn wechselt. Es geht aber fix und die Abgabe des Mietwagen ist ebenso schnell und problemlos, was der Tatsache entgegenkommt, dass ich die Blase langsam recht nervig spüre. Ich sehe aber trotzdem nach, ob ich vorher noch meinen Koffer aufgeben kann und weil da praktisch keine Schlange ist, mache ich das auch. Danach gehe ich mich aber sofort erleichtern und das fühlt sich richtig gut an. Wesentlich entspannter kann ich dann den richtigen Eingang durch die Security suchen, der wieder am anderen Ende der Abflughalle ist. Überraschenderweise geht der Scanner los und ich muss in den Nachtest. Der besteht aber nur darin, die Hände und den Hosenknopf an einem Teststreifen abzustreifen, diesen dann von einem Gerät prüfen lassen und ich bin durch. Dann zum Gate, denn die Duty-Free-Shops haben nichts Interessantes zu bieten. Kurz werde ich noch durch die Passkontrolle aufgehalten, schließlich haben wir immer noch Ausnahmezustand in Frankreich, dann sitze ich aber vor dem Gate auf einer roten Ledercouch und vervollständige, überarbeite und ergänze dieses Reiseblog.

Der Rückflug ist genauso ereignislos wie der Hinflug, aber bei strahlendem Wetter. Man kann das Massif Central sehen und den später den Alpenhauptkamm, hinter dem man in Italien Wolken sieht, die nicht über die Berge kommen. Es geht direkt über Zürich und später dann genau über den Starnberger See und München bis Landshut, wo wie immer umgekehrt wird und die Landung folgt. Es geht ohne Bus an ein Gate mit Gangway ins Terminal und bis ich bei der Gepäckausgabe bin, kommt mein Koffer, bevor ich es noch schaffe, mir mein Handyticket für die S-Bahn online zu kaufen. Ich muss dann sowieso eine Viertelstunde auf die S-Bahn warten. Die wird in Unterföhring voll, aber es sind ja nur noch zwei Stationen. Um viertel nach vier komme ich wieder heim, und ich denke mir, es ist Zeit, mir heute abend nach all der Zeit endlich mal wieder den Schädel zu rasieren...


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