Fazit Harzreise 2020: ein Hauch von Roadtrip

Fazit im Travelblog für April 2022

Zum letzten Tag


Diese Reise war wieder teilweise so etwas wie ein Roadtrip. Das lag vor allem daran, dass ich Hin- und Rückreise auf Teilstrecken an verschieden Tagen aufgeteilt habe. Aber auch die Routen auf den Ausflügen, die oft schön waren und manchmal sogar Fahrspaß geboten haben, konnten dazu beitragen. Ich habe gespürt, dass ich so zu reisen in der Zwangspause wegen der Coronapandemie vermisst habe. Sonst gibt es auch zu den Fahrstrecken nichts zu sagen, was nicht im Text jeweils gesagt ist. Die Straßen sind in Deutschland überall ausreichend ausgebaut, wenn auch Nebenstrecken manchmal nicht gerade perfekt in Schuss sind. Also im Osten nichts Neues.

Zu den Zielen im Harz gibt es schon mehr zu sagen. Ich bin gezielt dorthin gefahren, da es ein sehr gute Kombination für eine Reise im April bietet: Viele Wanderstrecken, die zu dieser Jahreszeit alle voll begehbar sind, aber eben auch sehr viele Orte und Sehenswürdigkeiten, die eine Besichtigung wert sind. So kann man flexibel auf das doch recht unsichere Wetter im April reagieren. Ich muss eingestehen, dass ich die Temperaturen über- und den Wind unterschätzt habe, meine Nieren waren kurz die Leidtragenden. Auf freiem Feld, teils auch im Wald weht quasi immer Wind, der meistens kälter ist, als einem lieb sein mag. Und freies Gelände gibt es auf der Hochebene des Harzes oder direkt am Brocken mehr als genug. Ich bin mit einer offenen Punkte-Liste an Zielen wieder heimgefahren, was angesichts der kurzen Dauer, die ich im Harz verweilt habe, auch nicht anders zu erwarten war. Auf der Liste stehen die Schlösser in Wernigerode und Quedlinburg, in letzterem vielleicht auch die Welterbe-Stadtführung. Da wären der Dom und Domschatz in Halberstadt oder in Goslar das städtische Museum und der Bergbau Rammelsberg, auch eine Weltkulturerbestätte. Es gibt auch anderes wie die Baumannhöhle als älteste Besucherhöhle in Deutschland oder die Radaufälle und weitere Wasserfälle bei Bad Harzburg. Eintauchen in den Reiseführer fördert da sicher noch viele Weitere zu Tage.

Die Hotels in sind in diesem Teil von Deutschland wie überall, wo sich Touristen hinverirren. Man bekommt 3 Sterne für 80 bis 100 Euro pro Übernachtung im Einzelzimmer und dafür Häuser mit durchweg hohen Qualitätsstandards, komfortablen Zimmern und guter Lage. Der minimale Leistungsumfang ist logischerweise in unserem Land genormt für diese Kategorie. Freilich kommen zum Zimmerpreis noch Gebühren für die Nutzung des Hotelparkplatzes und meist auch eine Kurtaxe hinzu, schließlich sind wir in Deutschland. Die Frühstücksbüffets sind auch immer sehr reichhaltig und lassen meist kaum Wünsche offen. Im Detail kann das Handling im Hotel manchmal etwas umständlich sein, besonders, wenn es Locations in historischen Gebäuden und/oder in einer Altstadt sind. Auch keine Überraschung in Deutschland.

Geht man Essen, ist es grundsätzlich nicht anders als anderswo in Deutschland. Mag es am Norden liegen oder am Publikum, hier wird früher gespeist als im Süden. Meine Strategie aus dem Süden, früher zum Abendessen zu gehen, um damit weniger Stress bei der Suche zu haben, kann hier so freilich nicht funktionieren. Die Ziele einer solchen Strategie werden viel besser mit späterem Abendessen erreicht. Auswahl, Qualität, Reichhaltigkeit und Preise unterschieden sich nicht von anderen Urlaubsregionen in Deutschland, freilich gibt es wie überall auch regionale Spezialitäten. Preise können mich, der das Münchner Niveau gewohnt ist, meist nicht schrecken. Die Möglichkeiten, einen Imbiss zu finden, sind regional unterschiedlich, globale Fast-Food-Ketten gibt es dagegen wie überall, ich werde dennoch eher nicht deren Gast.

Jede andere Versorgung darüber hinaus ist wie überall in Deutschland, was es beim Reisen bequem macht. Man geht einfach in den Supermarkt bzw. den Drogeriemarkt im Ort oder im Gewerbegebiet und es haut hin. Dasselbe gilt freilich genauso für den Buchladen in der Innenstadt oder andere Läden, um Bedarf an Mützen, Schuhen, Bekleidung, auch für Outdoor-Nutzung usw. zu decken. Und sollte wirklich einmal die Kreditkarte nicht akzeptiert werden, was ja ohnehin selten passiert, so findet sich immer schnell ein Geldautomat.

Der Harz als Reiseziel liegt mir persönlich sehr und ich kann eine Reise dorthin nur empfehlen, wenn das Angebot zu den eigenen Vorlieben passt.


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