Acoma Pueblo

Travelblog für 11.06.2017

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Ich stehe um halb sieben auf, nachdem ich schon um halb fünf mal dringend raus musste. Aber da ich keine Eile habe, packe ich in aller Ruhe zusammen, was ich in den letzten Tagen im Zimmer verstreut habe. Daher komme ich erst um Viertel vor acht los, mit Kaffee, versteht sich von selbst. Heute ist die erste Anfahrt länger, ich bin auf der I-25 bis zu der Ausfahrt unterweges, wo ich gestern das zweite Mal zum Soda Dam abgefahren bin. Heute geht es allerdings links in die Sandia Mountains. Mein erstes Ziel ist die Sandia Man Cave, eine Höhle in den Bergen, die auch einmal bewohnt war. Ich habe gestern schon herausgefunden, dass die letzten drei Meilen bis zum Parkplatz mal wieder nicht asphaltiert sind. Diese Strasse will ich eigentlich danach weiter fahren, um zu meinem zweiten Ziel zu kommen. Ich muss aber feststellen, dass diese Strasse sofort nach dem Schild "Pavement ends" meine bisher schlimmste Unpaved Road ist. Riesige Schlaglöcher, grosse Steine, schmale Brücken und dergleichen mehr lassen einen mit gerade einmal 10 Meilen vorankommen und dabei wechsle ich bedenkenlos jederzeit an den ganz linken Rand und fahre hin und her, um den gröbsten Hindernissen auszuweichen. Dabei geht es stetig und deutlich merklich bergauf. Ich denke, hinunterfahren wäre noch anstrengender. Schliesslich errreiche ich den Parkplatz mit dem Weg zur Höhle. Dort steht bereits ein Auto und es ist eine normale Limousine. Ich war dabei schon äußerst froh um die Bodenfreiheit meines SUVs, auch wenn er nur Frontantrieb hat.

Erst einmal mache ich mich auf den Weg zur Höhle, der fast ohne Steigung auskommt, da er in Richtung des Tals hinab verläuft, aber dabei die Höhe hält. Am Schluss gibt es zwei Betontreppen und vor dem Höhleneingang eine Stahlwendeltreppe, die in einem Käfig endet. Vermutlich wollen sie nicht, dass da einer mit oder ohne Absicht runterspringt.

Sandia Man Cave - Höhleneingang
Sandia Man Cave - Höhleneingang

Die Höhle selbst ist zwar nicht besonders groß, aber es ist eine richtige Höhle und nicht nur ein großer Überhang. Nach etwa 15 Metern ist eine kleine Mauer aufgestellt, um klar zu machen, dass man bis hierher und nicht weiter darf. Dahinter wäre es dann auch zu dunkel und mir fällt ein, dass ich meine Taschenlampe im Auto gelassen habe. Ich denke noch nicht einmal an mein Handy, sondern prüfe mit der Autofokusmessung meiner Kamera, dass es noch ein ganzes Stück weiter in den Berg geht. Der vordere Teil ist sehr schnell besichtigt, auch wenn man die Höhle für sich allein hat, weswegen ich mich bald wieder auf den Rückweg mache. Kurz vor dem Parkplatz kommt mir eine kleine Familie entgegen, wobei ich mir denke, die junge Mutter wird mit ihrer Figur die ziemlich enge Stahltreppe nicht hinaufsteigen können.

Wieder am Parkplatz bin ich mir endgültig sicher, ich fahre diese üble Strasse weiter. Fünf Meilen bergauf erscheinen mir nicht schlimmer als drei Meilen bergab - vorausgesetzt, sie wird nicht noch deutlich schlechter. Jetzt hat es auch mehr Verkehr hier und fast alle haben sie Autos mit guter Bodenfreiheit. Eine Ausnahme bildet der Transporter, der in der Gegenrichtung steht und dessen Fahrer mit zwei Radfahrern quatscht. Die lassen mich durch, aber viel Platz ist dann nicht mehr. Ich werde sogar von zwei anderen vorbeigelassen, die noch langsamer unterwegs sind, und weiteren Gegenverkehr habe ich auch vereinzelt. Aber da ist meist nichts, das mich hindert, zwischen den Seiten hin und her zu pendeln. Als die Strasse den Talgrund verlässt, frage ich mich ob, das ein gutes oder schlechtes Zeichen ist, und komme zu einem klaren Weder-Noch. Es gibt einige bessere Abschnitte, dann aber wieder Stücke mit zwanzig Zentimeter tiefen Rinnen, die andere bei weichem Boden dort hineingefräst haben. Die nimmt man besser zwischen die Reifen, selbst mit einem SUV. Auf der Suche nach der besten Spur fahre ich teils ganz links an der Kante zum steilen Abhang entlang, natürlich mit offenem Fenster, denn einen gewissen Sinn für's Abenteuer kann man schon zeigen. Nach den fünf Meilen kommt diese Strasse, immerhin ein New Mexico State Highway auf der Strasse heraus, die hinauf auf den Sandia Peak führt. Ich habe es also wirklich geschafft und bin problemlos durchgekommen. Wie erwartet kam ich bergauf ganz gut zurecht, es ging halt langsam und brauchte meine ganze Aufmerksamkeit. Jetzt geht es dann nur noch diese wunderbar befestigte Strasse in vergleichsweise sanften Kurven den Berg hinunter bis zum nächsten Ort.

Tinkertown Museum - Dioramen
Tinkertown Museum - Dioramen

Gleich am Ortsanfang ist das Tinkertown Museum, eine wilde Ansammlung von Showautomaten, Dioramen, Puppen und allen möglichen Basteleien, präsentiert in einem regelrechten Labyrimth von Schuppen. Eine Beschreibung kann diesem sehr witzigen Sammelsurium kaum gerecht werden und unterhaltsam ist es allemal. Selbst ein fast antikes 35 Fuss Segelboot steht in einem eigenen Schuppen und nach der Geschichte dort wurde damit vor mehreren Jahrzehnten einmal die Welt umsegelt. Das ist wieder einmal eine kurzweilige Abwechslung. Nach einer Weile habe ich aber alles gesehen und es zieht mich weiter, denn ich bin auch unsicher, wie es heute zum Sonntag bei meinem nächsten Programmpunkt aussieht: Acoma Pueblo, das schönste und spektakulärste noch bewohnte Pueblo. Das könnte auch ein beliebtes Ziel für den Sonntagsausflug sein.

Erst muss ich allerdings einmal dahin kommen. Das heisst aus den Bergen raus auf den Interstate 40, der hier grob der alten Route 66 folgt. Das ist vielleicht die wichtigste Ost-West-Strassenverbindung überhaupt und dementsprechend ist auch schön was los. Hier herrscht richtig Verkehr hinunter nach Albuquerue. Und es ist ein klein wenig respekteinflößend, wenn im Rückspiegel, du selbst auf der Mittelspur, auf allen drei Spuren je ein weisser Truck hinter dir herfährt und sie nicht langsammer den Berg hinunter kommen als du selbst. Der Verkehr wird immer dichter bis zum Autobahnkreuz mit der I-25, die hier auf lange Strecke die einzige Nord-Süd-Autobahn ist. Hatte ich schon gesagt, dass Albuquerque auch ein Eisenbahnknotenpunkt ist und zufällig noch der Rio Grande hier fliesst? Bei der Kreuzung ist der Interstate kurzzeitig sechspurig - allein in meiner Richtung. Das hatte ich diesen Urlaub noch nie. Danach gibt es aus dem Flusstal hoch noch manch ein Gerangel aber ein Stückchen hinter Albuquerque ist der Verkehr wieder übersichtlicher. Zu dem Zeitpunkt, als meine Ausfahrt nur noch fünf Meilen entfernt ist, die nächste auf der Strecke, ist da eine Baustelle und ich stehe im Stau. Es steht nur noch eine Fahrspur zur Verfügung und das macht einen kleinen Rückstau. Der Reissverschluss funktioniert erstaunlich gut und ich verliere keine nennenswerte Zeit. Und da die Baustelle direkt vor der Ausfahrt aufhört, kann ich auch bequem abfahren. Jetzt geht es nur noch ein Stück nach Süden und ich werde herausfinden, wie es um diesen Programmpunkt bestellt ist.

Ich komme genau mittags am Visitor Center und Museum an und da stehen erstaunlich wenige Autos. Ich gehe rein, frage nach einer Tour und erfahre, dass ich auf die nächste um halb eins mitkommen kann. Mit meinen 25 Dollar unterstütze ich den Stamm gerne. Ich hole meine Kamera aus dem Auto, damit sie den Sticker mit der Camera Permit bekommen kann. Dann sind Restroom, Museum und Gift Shop dran. Im Museum stellen sie auf einigen Tafeln kurze Erzählungen von Stammesmitgliedern aus. Am nächsten geht mir die eines Mannes, der wegen Schlaganfällen alle Erinnerungen vor 2010 verloren hat und jetzt darunter leidet, nichts mehr aus seiner Jugend zu wissen, doch seine Familie gibt ihm Halt. Danben ist noch eine kleine Austellung eines indianischstämmigen Cartoonisten, der genau diesen Kulturclash der Indianer auf die Schippe nimmt. Der Cartoonist gehört aber einem anderen Stamm an: Ricardo Cates: "Without Reservations" wird vorgemerkt.

Genau zum Einsteigen in den Bus komme ich nach draussen. Da wird das Ticket abgerissen und von der Busfahrerin die Camera Permit gecheckt. Als der Bus voll ist, werden wir hoch auf das Pueblo gefahren und gleich am ersten Platz wieder rausgeschmissen. Der Führer macht erst einmal die Regeln klar, die da vor allem heissen: Zusammenbleiben, die Verkaufsstände würdigen und keine ungefragten Fotos von Personen und gar keine innerhalb der Kirche oder des Friedhofs. Mit ein, zwei Stopps bringt er uns dorthin.

Acoma Pueblo - Mission Church
Acoma Pueblo - Mission Church

Dabei erfahren wir unter anderem, dass heute die Pueblo-Indianer für die Nachfahren der Anasazi gehalten werden, die Chaco und Mesa Verde gebaut haben. Vor fünfundzwanzig Jahren meinte man noch, die Anasazi wären einfach irgendwie verschwunden. Die Auseinandersetzungen mit und Leiden unter den Spaniern werden mit einigen Geschichten illustriert, so von mehreren, zunächst überwiegend gewonnenen Schlachten. Eine andere ist die vom Bau der Missionskirche, die für hiesige Verhältnisse riesig ist, innen über zehn Meter hoch, etwa acht Meter breit und bestimmt fünfundzwanzig Meter lang. Der Bau dauerte elf Jahre von 1629 bis 1640, auch deswegen, weil der verantwortliche Prior die Stämme für die Dachkonstruktioin hoch oben über 3000 Meter Höhe auf dem zwanzig Meilen entfernten Mount Taylor fällen liess und verlangte, sie dürften auf dem Weg zum Pueblo nicht den Boden berühren, sonst müsse ein neuer Stamm her. So dauerte es vier Tage bis ein Stamm am Pueblo war und sie ihm mit Seilen auf die Mesa ziehen konnten.

Acoma Pueblo - Aussicht auf den Mount Taylor
Acoma Pueblo - Aussicht auf den Mount Taylor

Der Friedhof vor der Missionskirche ist aufgeschüttet und die Gräber liegen in mittlerweile vier Schichten übereinander. In der Mitte vor dem Portal der Kirche ist ein Denkmal für die Unbekannten in den unteren Schichten. Hier pfeift der Führer auch einen Teilnehmer zurück, der im Friedhof fotographieren will. Danach geht es mit einzelnen Erklärungen, aber vor allem mit Stopps bei jedem der zahlreichen Andenkenverkäfer durch das Dorf. So ist der einzige Baum auf der Mesa, ein durstiger Cottonwood, an einem Wasserloch, das algenverseucht ist. Das Wasser kann damit nur noch für Mörtel und den Baum verwendet werden. Die Verseuchung geht auf die Spanier zurück, die hier ihre Tiere getränkt haben, in deren Speichel die Algen ins Wasser kamen und blieben. Die halbkugelförmigen Öfen, die so ähnlich aussehen und funktionieren wie Pizzaöfen, bekommen wir auch erklärt.

Acoma Pueblo - Impression
Acoma Pueblo - Impression

Es leben derzeit dauerhaft etwa fünzig Menschen hier oben im Pueblo ohne fliessend Wasser und Strom, jetzt im Frühsommer vielleicht mehr. Die übrigen Stammesmitglieder im Reservat leben in drei Dörfern unten, die beim Bau der Eisenbahnlinie entstanden sind. Leider ist mir wohl kein so ikonisches Fotos wie kurz vor Weihnachten 1994 gelungen, auch wenn ich sogar den Staircase wiedergefunden habe. Doch diesmal lagern keine Maiskolben davor. Die Tour endet wie schon damals am einzigen früheren Zugang zur Mesa: einem engen Steig durch die Felsen, in den Treppenstufen und Handgriffe gehauen wurden. Nachdem alle zögern, ergreife ich die Gelegenheit und gehe als erster diesen Weg hinunter. Dieser Glücksfall bedeutet freie Sicht für Fotos. Hinter mir sind zwei junge Frauen, nicht ganz sportlich, die da großen Respekt entwickeln. Bei dem heftigsten Abschnitt, wo Stufen wie eine Leiter in fast senkrechten Fels gehauen sind, gebe ich der ersten den Rat, mit dem Gesicht zur Wand wie eine Leiter runter zu gehen. Dabei sind das gerade einmal eineinhalb Meter. Dann ist es sowieso praktisch geschafft und nach einigen normalen Stufen ist man auf der Strasse, die man dan zum Visitor Center zurück geht. Als ich auf die Strasse komme, fährt gerade der Bus mit den weniger Mutigen und Fitten hinab.

Kurz vor halb drei fahre ich weiter. Die Tatsache, dass es beim Pueblo zeitlich perfekt gepasst hat, erlaubt mir, meine nächste Programmplanung eleganter zu gestalten. Das El Malpais National Monument wird nämlich von zwei verschiedenen Strassen erschlossen, die keinerlei direkte Verbindung zueinander haben. So kann ich die eine heute noch abfahren. Zuerst einmal nehme ich eine andere Strasse vom Pueblo zum Interstate, die mehr in meine Zielrichtung geht. An der Auffahrt ist blöderweise wegen einer Baustelle die Zufahrt in Richtung Westen gesperrt - alle anderen Zu- und Abfahrten sind offen. Ich muss also vier Meilen auf der Landstrasse zurückfahren, um auf die Autobahn zu kommen. Wie praktisch. Dabei will ich gar nicht mehr weit, muss noch durch eine Baustelle, was aber flutscht. Meine nächste Abfahrt ist schnell errreicht, aber ich will wieder von hinten anfangen, was erst einmal dreissig Meilen nach Süden bedeutet. Nach zehn Meilen Informationen in der Ranger Station einzuholen war auch nur ein frommer Plan, denn die ist geschlossen, vermutlich weil heute Sonntag ist. Meine einzige Information ist damit eine schlecht aufgelöste Graphik der Park Map auf dem Tablet. Immer noch besser als früher, doch ich fahre auf gut Glück ans Ende zum Lava Falls Trail. So kann ich wenigstens am Hinweg die späteren Stopps identifizieren, doch die vulkanischen Sehenswürdigkeiten sind schon am Freeway unschwer zuerkennen: hier gibt es Lava Flows satt. Auch der Highway führt über lange Strecken an solchen entlang.

El Malpais National Monument - Lava Falls
El Malpais National Monument - Lava Falls

Der Lava Falls Trail ist ein kurzer Rundweg über den dortigen, sehr jungen Lava Flow. Der entstand erst vor etwa dreitausend Jahren. Der Trail hat seinen Namen, weil hier der letzte Lava Flow über den Rand eines älteren wie ein Wasserfall hinunterfloss. Das kann man auch gut nachvollziehen, wenn man sich die Strukturen ansieht. Ausserdem ist er anders als andere Flows, die ich gesehen habe, da er oft recht ebene Oberflächen hat und an zahlreichen Stellen beim Erkalten regelmässige kleine Falten geworfen hat. Ich lerne, dass das von langsam fliessender Lava kommt. Schneller fliessende erzeugt durch stärkere Spannungen die zerklüfteten Strukturen, die ich aus der Cascade Range kenne. Und der Trail hat eine kleine Sackgasse am äussersten Ende des Loops, die in die Lava Bowl führt. Das ist, wie ich tags darauf erfahre, leider nicht der Ausbruchskrater des Vulkans. Das hier ist etwa hundert Meter im Durchmesser und bloss eine runde Senke im Lava Flow. Danach ist es im Wesentlichen der - immerhin faszinierend schöne - Rückweg zum Parkplatz, auf dem jetzt nur noch mein Auto steht. Das hier ist offensichtlich kein Ziel für den Sonntagsausflug. Am Weg zurück fahre ich noch durch den Picknickplatz am Südende der Narrows, wo aber wirklich nichts ist, ausser einem verwaisten Picknickplatz. Die Narrows sind ein Bereich in dem der Lava Flow bis an den Fuss der Sandsteinklippen von bis zu dreissig Metern Höhe kam. Wie überall hier ist aber erst einmal ein Geröllhang unter der Wand, der hier bewachsen ist und in den die Strasse gebaut wurde. Am Nordende der Narrows ist noch der La Ventana Arch, ein natürlicher Felsbogen in der Sandsteinwand, der als einer größten und schönsten in New Mexico gilt, zu Recht. Doch das ist eben nur ein entspannter Fotostopp.

El Malpais National Monument - La Ventana Natural Arch
El Malpais National Monument - La Ventana Natural Arch

Der letzte Halt ist dann bei den Sandstone Bluffs. Die erreicht man wie auch schon die Lava Falls nur über ein kurzes Stück Gravel Road, aber ich bin heute schon Schlimmeres gefahren. Dafür darf man da nach Herzenslust auf den Sandsteinklippen herumkraxeln, ganz ohne Boardwalks, Stahltreppen, Geländer oder auch nur Warnschilder. Das lasse ich mir nicht zweimal sagen und bin vorn an der Kante, Bilder vom herrlichen Ausblick schiessen. Nachdem die Bilder gemacht sind, ist auch bald gut mit der Felsenkraxelei. Ich klettere herunter, mache noch ein paar Bilder und dann geht es endlich nach Grants, meiner Station für heute.

El Malpais National Monument - Sandstone Bluffs
El Malpais National Monument - Sandstone Bluffs

Grants ist so nah, ich nehme die Landstrasse. Der Ort selbst zeigt mir wieder einige ehemalige Motels und Geschäfte. Beim Durchfahren wirkt es in der immer noch sengenden Sonne wohl trostloser, als es ist. Ich fahre sogar bis durch den angrenzenden Ort, aber es ist überall dasselbe Bild. Ich beschliesse, erst einmal im Motel einzuchecken und dann erst weiter nach Essen und Einkaufsmöglichkeiten zu suchen. An der richtigen Autobahnauffahrt finde ich mein Motel und etwas versteckt dahinter einen Walmart und einen Denny's. Der Abend ist gerettet. Ich checke ein und bis ich meinen Kram im Zimmer im Obergeschoss habe, ist es Viertel nach sechs. Ich muss jetzt erst einmal herunterkommen, aber habe auch bald Hunger. Um zehn vor sieben gehe ich zu Fuss zu Denny's, über den Parkplatz vom Nachbarmotel. Da ist nichts los und ich kriege meinen Burger ratzfatz. Der Kellner bewundert mein T-Shirt: "All work and no play makes Jack a dull boy". Beim Bezahlen fragt er sogar noch nach meinem Kinderpflaster am Arm. Hier kommen wohl nicht viele interessante Menschen vorbei. Danach gehe ich zu Fuss über den Parkplatz zum Walmart und kaufe mir eine Raspberry Lemonade und einen Kombuchadrink. Letztere habe ich in den vergangenen Tagen schätzen gelernt. Zurück geht es wieder über den Parkplatz vom Nachbarmotel, alles andere könnte wegen der völlig witzlosen Zäune zu unnötigen Umwegen führen. Mein Ausflug zu Fuss zum Essen und Einkaufen hat insgesamt wiedermal eine Dreiviertelstunde gedauert, das war effizient organisiert und ich habe mich dabei wahrlich nicht beeilt. Dann wird halt in Ruhe am Travelblog geschrieben.


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