Mount Rainier National Park

Travelblog für 09.07.2015

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Von Morton fahre ich über die WA-7 und die WA-52/WA-706 in den Mount Rainier National Park hinauf nach Paradise. Bis in den Nationalpark sind die recht netten Strassen durch die Wälder wunderbar frei, doch dort ist bald eine Baustelle. Der Rückstau von der Blockabfertigung der einspurigen Strecke hat zur Folge, dass ich die schöne Bergstrecke hinauf im Konvoi krieche. Schade.

Mount Rainier Panorama
Mount Rainier Panorama

Bei Paradise laufe ich dann ein ganzes Stück, ziemlich kreuz und quer, wenn man die Strecke auf einer Karte ansieht: erst den Altavista Trail, dann den Skyline Trail bis zum Glacier Point, etwas näher am Gletscher den Dead Horse Creek Trail wieder hinunter, den Moraine Trail zur Moräne runter und wieder hoch. Vom Anfang des Moraine Trails gehe ich quer zu den Myrtle Falls und von dort wieder runter zum Visitor Center und zurück zum Parkplatz.

Mount Rainier Glacier
Mount Rainier Glacier

Die Strecken weiter unten sind freilich asphaltiert, auch wenn sie teils auch recht steil sind. Die Wege sind hier in einem engen Netz angelegt und relativ kurze Abschnitte haben einen eigenen Namen, denn die beschriebene Strecke ist insgesamt nur knapp neun Kilometer lang.

Dieses vielfältige Wegenetz ist gut dafür, dass sich die vielen Besucher wenigstens etwas verlaufen, und je weiter man vom Visitor Center entfernt ist, desto weniger ist los. Es ist allerdings auch in etwas Entfernung noch immer gut belebt. Entschädigt wird man dafür eindeutig durch die fantastischen Ausblicke auf den fast 4400m hohen Mount Rainier und seine Gletscher. Zudem ist die Blumenpracht in Paradise absolut beeindruckend. Die Bergwiesen sind sehr bunt und ansprechend.

Mount Rainier Meadow
Mount Rainier Meadow

Je nachdem, wie feucht das Umfeld ist, sind die Bergwiesen unterschiedlich und verschieden üppig. Diese Gebirgslandschaft ist fast schon übertrieben prototypisch, wirklich sehr schön.

Mount Rainier Scenery
Mount Rainier Scenery

Am Ende fahre ich weiter nach White River auf die andere Seite des Bergs. Die Route ist eine landschaftlich schöne Strecke über die Berge. Dort habe ich die Erkenntnis, dass auch der Mount Rainier eine Schauseite hat: Der Nordwesten ist die Seite, an der die Wolken vom Meer ankommen und hängen bleiben. Dort ist er eher wolkenverhangen, der Süden und Osten dagegen lässt eher den Blick auf den Gipfel zu. Das ist heute genauso, der Blick auf den Berg ist hier eher von Wolken verdeckt.

Daher bleibe ich hier nur kurz und fahre auch nicht hinauf nach Sunset. Es geht heute noch zu einem weiteren Ziel, zu den Snoqualmie Falls. Ich verlasse den Park auf der WA-410 und biege in Enumclaw auf die WA-169 ab, später noch auf die WA-19 und von dort auf die I-90 nach Westen. Die verlasse ich bei Preston gleich wieder. Der kurze Ausflug auf den Interstate war falsch, weil mein 15 Jahre alter Strassenatlas zu ungenau ist. Ich hätte einfach weiterfahren müssen. Schon einmal verkehrt biege ich zunächst auch noch ein weiteres Mal falsch ab. Am Ende komme ich doch bei den Wasserfällen an.

Snoqualmie Falls
Snoqualmie Falls

Die Fälle sind wieder einmal sehr beeindruckend, ein stattlicher Fluss stürzt über 80m in die Tiefe des Talkessels. Auch die Häuser und hydroelektrischen Anlagen, die nahe dem oberen Ende sind, stören den Anblick nur wenig. Ausserdem sind die Fälle mit einem netten kleinen Park an der Kante des Talkessel mit vielen Aussichtsmöglichkeiten und erläuternden Schautafeln sehr gut präsentiert. Der Umweg einschliesslich Verfahren hat sich meiner Ansicht nach gelohnt.

Snoqualmie Falls Detail
Snoqualmie Falls Detail

Einen Ort weiter, in North Bend, gibt es am Interstate wieder einmal eine Outlet Mall, die ich aber kaum würdige. Im Ort selbst finde ich ein schönes Motel und esse zu Abend lecker in einem wirklich amerikanischen Steakrestaurant. Und endlich habe ich einmal wieder eine ruhige Nacht!


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