Olympic National Park (I)

Travelblog für 11.07.2015

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Ich breche morgens sehr früh auf und fahre bei niedrigen Wolken auf gut Glück hoch auf die Hurricane Ridge. Sobald ich ein wenig Höhe gewonnen habe, bin ich wie erwartet mitten in den Wolken und im Nebel. Port Angeles liegt logischerweise auf Meereshöhe, ich fahre hoch auf 1500m und ich habe Glück: als ich fast ganz oben bin, komme ich aus dem Nebel raus und bin gerade über der (unteren) Wolkendecke. Schon um 8 Uhr laufe ich los auf den Hurricane Hill. Um diese Zeit bin ganz allein und so bleibt es, bis ich schon ein ganzes Stück weit wieder auf dem Rückweg bin. Oben auf dem Gipfel habe ich grandiose Aussichten zwischen zwei Wolkendecken. Aus der unteren ragen alle höheren Berge heraus und schweben so quasi zwischen den Wolken.

Hurricane Hill Vista
Hurricane Hill Vista

Natürlich ist auch der Mount Olympus dabei. Als ich mich daran satt gesehen habe, mache ich mich auf den Rückweg und bin um 9:30 Uhr wieder am Auto. Auf dem Rückweg steigen die Wolken auf und nehmen dabei langsam die Sicht. Diejenigen, die später dran sind, sehen erst einmal nichts.

Hurricane Ridge Fog
Hurricane Ridge Fog

Von der Hurricane Ridge fahre ich wieder hinunter nach Port Angeles und direkt nach Cape Flattery, das sind fast 100 Meilen über die WA-112, eine sehr malerische, kurvige und einsame Strecke um diese Zeit. Diese Route dauert deutlich länger als die über die US-101 und ich muss aufpassen, da viele Tiere in dieser sehr dicht bewachsenen Gegend unterwegs sind. Das schliesst in einem Fall auch "deer", Hirschwild, ein, das sich recht gemächlich in den Wald verzieht.

Cape Flattery liegt in einem Indianderreservat, aber davon merkt man kaum etwas, ausser dass die Strassen besser sind. Am Ende der Strasse ist ein Parkplatz im Wald, von dem man noch eine Viertelstunde durch den Wald und durch den Regen zum Kap wandern muss. Das Kap selbst ist wohl fast immer im Regen, wohl meist mit mehr oder weniger starkem Wind. Man muss geeignete Kleidung anhaben, Goretex, evtl. sogar eine Regenhose.

Cape Flattery
Cape Flattery

Es ist recht interessant und sehr malerisch, die Anfahrt ist ziemlich schön, aber auch die ist immer lang. Es ist vor allem besonders ausgezeichnet durch sein Lage als der nordwestlichste Punkt der zusammenhängenden Staaten der USA. Die Küste ist nicht anders als ein paar Meilen weiter südlich, aber freilich sehr schön. Ich wandere nach einiger Zeit am Kap - im Regen - zurück durch den Wald - im Regen, wie schon am Hinweg.

Cape Flattery Rainforest
Cape Flattery Rainforest

Auf der Rückfahrt, die ja zunächst vor allem nach Osten an der Nordküste der Olympic Penisula entlang geht, hört der Regen noch im Reservat auf, etwa da, wo er am Hinweg auch begonnen hat. Die Fahrt geht über die WA-113 und die US-101 zurück Richtung Port Angeles. Dabei mache ich einen Abstecher zu den Salmon Cascades an der Strasse nach Sol Duc Hot Springs, einem Resort mit heissen Quellen, das mich nicht weiter interessiert. Die Salmon Cascades sind ein paar natürliche Stufen im Sol Duc River, an denen die Lachswanderung erläutert ist.

Salmon Cascades
Salmon Cascades

Mein nächster Halt liegt am Crescent Lake bei der Lodge. Der See ist interessant, weil er die Anmutung eines Schweizer Alpensees hat, ein Ambiente, das man sonst nicht so häufig in den USA findet.

Lake Crescent
Lake Crescent

Vom Bereich der Lodge aus führt ausserdem ein kurzer Wanderweg von etwa 20 Minuten zu den Marymere Falls, die ich auch noch besuche.

Marymere Falls
Marymere Falls

Danach fahre ich weiter in Richtung Port Angeles und es ist nicht mehr weit dahin, da mache ich noch einen Abstecher in das Tal des Elwha River. An dessen Anfang, gerade eben innerhalb der Parkgrenzen und sogar noch vor der Entrance Station sind die Madison Falls. Die sind nur zwei Minuten vom Parkplatz, also spricht nichts dagegen, diese auch noch zu besichtigen.

Madison Falls
Madison Falls

Damit beende ich dann das Tagesprogramm und fahre endgültig zurück nach Port Angeles, wo ich erst einmal einkaufe und tanke. Später gehe ich wieder zu Fuss zum Dinner beim Mexikaner fast gegenüber vom Motel. Heute gibt es Seafood Chimichanga für mich.


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