Sommer in der Stadt: Bozen

Travelblog für 13.07.2018

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Ich fange mit kultureller Aktivität an und beginne mit einem Ausflug nach Bozen, aber erst nach einem wunderbaren Frühstück in einem alten Gemäuer, ein Saal im Hauptgebäude des Hotels. Und ich mache ein paar Fotos vom Hotel zur Beweisaufnahme. Das tröstet darüber hinweg, dass ich schlecht geschlafen habe, weil mein Zimmer viel zu warm war. Kein Wunder bei dem schwülheißen Wetter und der fehlenden Klimaanlage. Erst deutlich nach Mitternacht hat das Zimmer langsam ausgekühlt, morgens war es dann aber sehr angenehm.

Hotel Castel Rundegg
Hotel Castel Rundegg

Ich fahre direkt nach Bozen auf der Schnellstrasse und finde dank der Navi-Karte auch so rein, wie ich mir das vorstelle und stehe Viertel vor zehn in einem Parkhaus am Bahnhof. Das ist etwas weiter weg vom archäologischen Museum als ich erhofft hatte, aber da habe ich um fünf nach zehn dann trotzdem hingefunden. Die Schlange ist erfreulich kurz und nach zehn Minuten habe ich mein Ticket. Das Museum ist wirklich sehr gut gemacht, aber da sie eigentlich nur Ötzi haben, ist es trotz aller beleuchteten Aspekte und der tollen Aufbereitung um kurz nach elf durch.

Archäologisches Museum Bozen: Nachbildung Ötzi
Archäologisches Museum Bozen: Nachbildung Ötzi

Ich gehe durch die Laubengasse und versuche, grob dem in meinem Reiseführer vorgeschlagenen Spaziergang durch Bozen zu folgen. Aber das Glück ist mir nicht lange hold.

Franziskanerkloster Bozen: Fresken im Kreuzgang
Franziskanerkloster Bozen: Fresken im Kreuzgang

Kirche und Kreuzgang des Franziskanerklosters mit einigen interessanten Fresken sind zwar offen, dann verlaufe ich mich kurz, St. Georg und St. Johann im Dorf sind aber geschlossen. Ersteres ohne einen Hinweis, letzteres mit dem Statement, es sei ja Samstag vormittags geöffnet. Heute ist aber Freitag. Ich habe auch nicht viel Hoffnung bei Schloss Maretsch, das ja als Kongresszentrum dient. Dort sagt mir ein Schild, es sei bis 12:30 Uhr zu besichtigen mit letztem Einlass um 12:00 Uhr. Das habe ich super hinbekommen, denn es ist gerade zehn nach zwölf.

Bozen: Schloss Maretsch
Bozen: Schloss Maretsch

Also weiter, an der Talfer entlang zum Museion, einem Zenrum für moderne und zeitgenössische Kunst. Dort darf ich dann auch hinein. Es ist zwar nicht besonders groß, zeigt aber drei recht schöne kleine Austellungen. Und das Gebäude selbst ist auch sehenswert, ein Kubus mit zwei gegenüberliegenden, konkaven Glaswänden.

Bozen: Museion
Bozen: Museion

Es geht auf zwei zu, als ich es verlasse. Weiter zur Dominikanerkirche, bei der mich ein penetranter Bettler bis in die Kirche hinein verfolgt. Sie ist abgesehen von einer Seitenkapelle mit tollen Fresken auch nicht so übertrieben interessant. Und dann verweigert sich mir der Dom auch noch, doch der Grund ist regelrecht putzig: Er ist wegen Reinigung bis halb drei geschlossen. Das bekomme ich hin. Eine Runde durch die Gassen über den Obstmarkt wieder zurück auf den Walther (von der Vogelweide) Platz, dort einen Espresso und ein alkoholfreies Weissbier und schon ist die Schließung lang vorbei. Der Dom ist recht nett, aber weitgehend unspektakulär, ungewöhnlich ist bei so einer kleinen Kirche der Gang, der in der Apsis um den ganzen Chor führt. Auch der Dom kann mit ein paar Freskenfragmenten aufwarten. Danach kaufe ich mir noch ein Eis bei einer Eisdiele, die mir besonders vertrauenswürdig erschien und ich werde bestätigt: Pistazie mit einem wunderbar vollen Aroma und ein ebensolches Bacio mit ganzen Haselnüssen steigern das Urlaubsfeeling in neue Höhen.

Dann geht es zurück zum Auto und Viertel nach drei wieder Richtung Meran. Ich fahre diesmal die Landstrasse, weil ich bei einem Supermarkt halt machen will. In Lana ist es soweit und ich stocke vor allem meine Getränkevorräte deutlich auf. Dann geht es zurück ins Hotel. Dort gehe ich schnellstmöglich in den Pool und schwimme ein paar Bahnen. Wieder zurück kann ich noch etwas entspannen und gehe bald nach sechs in das Zentrum von Meran. Da gehe ich ein bisschen herum, um meine Orietierung zu verbessern und mögliche Besuchsziele zu finden. Die Erfahrung von Bozen lässt mich zweifeln, dass ich einen ganzen Tag Programm nur in Meran bestreiten möchte. Um Viertel vor sieben gehe ich den Biergarten vom örtlichen Brauhaus Forst für ein Abendessen. Ich bleibe bei der Wärme aber beim alkoholfreien Weissbier zur Schweinelende mit Pfifferlingen. Und da noch ein Dessert geht, gibt es ein Sorbet mit Waldbeeren. Das ist alles auf einem sehr schön hohen Niveau. Dann mache ich mich auf den Weg ins Hotel, wo ich gegen halb neun bin, damit ich noch in Ruhe weiterplanen kann: Der Tag Meran wird mit einer kleinen Waalwanderung ergänzt, die Wanderung des nächsten Tages wird geplant und mit Zusatzprogramm aufgefüllt. Und dann wird noch am Travelblog geschrieben.


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